Frettchenzimmer

Ein neues Zimmer für die Bande Teil 1

Das Jahr 2024 hatte für uns viele Veränderungen vorgesehen. Ich will ehrlich sein, die negativen überwiegen. Doch trotz allem brachte das letzte Jahr auch positives mit sich. Ich bin ein sehr positiver Mensch. Natürlich verschwinden die negativen Erinnerungen nicht einfach, auch sie sind immer da. Aber ich versuche mich immer auf das Positive zu fokussieren und den schlechten Emotionen erst gar keinen Raum zu geben.

Schon vor unserem Sommerurlaub beschäftigte mich eine Sache sehr: das damalige Frettchenzimmer. Keine Frage, die Tiere haben sich auch hier wohl gefühlt. Aber so richtig zufrieden war ich schon lange nicht mehr damit. Das Frettchenzimmer diente nebenbei auch uns als Hobbyraum. Darin standen eine kleine Couch, Tisch, ein Fernseher und eine Spielekonsole, außerdem mein kleiner Schreibtisch für mein kreatives Hobby. Die Frettchen hat das natürlich nicht gestört, eher im Gegenteil. Mit der Couch hatten sie eine schöne Spielwiese und einen Schlafplatz, den vor allem Raven fast täglich genutzt hat. Einen Nachteil hatte die Couch natürlich auch: man kann sie ja nicht so einfach waschen. Ein Überzug hat auf Dauer auch nicht das gewünschte Ergebnis erzielt, außerdem hat Nebula sehr gerne am Polster gekratzt. Klar, die Tiere hatten täglich auch Auslauf im Rest der Wohnung und auch hier war jede Menge Zubehör für sie verteilt, aber ihr Zimmer war mir irgendwann einfach zu vollgestopft und abgewohnt.

Der Käfig war mir der größte Dorn im Auge. Ich habe Dir ja schon erzählt, mein Mann hält schon sehr lange Frettchen und damals war das eben so. Wie Du auf dem Titelbild siehst, hatten wir anfangs sogar noch eine Nippeltränke darin hängen, die ständig alles vollgetropft hat (und außerdem eigentlich absolut ungeeignet für die Tiere ist). Wir haben ihn dann zwar nur noch als Hängemattenhalter benutzt und er stand immer offen; trotzdem hatte der Käfig am Ende gute zwanzig Jahre auf dem Buckel, und das hat man ihm auch angesehen. Die Rampen waren gebrochen, kaputte Gitterstäbe provisorisch fixiert, der Käfigboden in der Klo-Ecke war nicht mehr sauber zu kriegen. Schon vor unserem Umzug wollte ich das Zimmer renovieren und das große Ungetüm einfach nur los werden. Als dann feststand, dass wir umziehen würden und mit den Vorbereitungen für den Umzug begannen, ratterte es in meinem Kopf schon mächtig. Aufmerksam durchforstete ich Bilder von Frettchenzimmern in Gruppen, holte mir Tipps und machte mir jede Menge Notizen, von denen ich nur die Hälfte umsetzte, weil einfach zu viele Ideen in meinem Kopf herumschwirrten.

Doch angefangen habe ich letztendlich nicht mit der Gestaltung des neuen Frettchenzimmers, sondern mit der Absicherung des neuen Hausflurs. Durch das gesamte Haus zieht sich nämlich eine offene Treppe mit genauso offenem Geländer. Die Stufen waren hier weniger das Problem. Die laufen die Tiere ganz normal runter. Klar wird da mal geschaut, ob man da noch irgendwo hin springen kann, aber solange da in der Nähe nichts ist, machen die Wusler auch keine Dummheiten, so zumindest unsere Erfahrungen. Das Geländer war schon eine andere Hausnummer. Da sind die Stufen nicht weit, aber kein sicherer Anlaufpunkt, da kann man schlimmstenfalls gute vier Meter in die Tiefe purzeln. Das Obergeschoss ist durch eine Tür separat abgetrennt. Damit die Wusler nicht unbeaufsichtigt den Keller betreten können (und dieser anfangs noch voll mit Möbeln und Gerümpel stand) ersteigerte ich noch ein weiteres, gebrauchtes Babygitter. Natürlich griff ich wieder zum Plexiglas. Ich fand diesmal sogar einen recht günstigen Lieferanten, bei dem selbst das vorbohren der Löcher nicht viel Aufpreis kostete. Klar kann man das auch selber machen, aber ein paar Handgriffe wollte ich mir dann doch ersparen.

Eigentlich wollte ich im neuen Frettchenzimmer einen PVC-Boden verlegen. Da quellt nichts auf, wenn die Wusler matschen. Aus Zeitgründen entschied ich mich dann aber dagegen. Das im Zimmer verlegte Laminat hat eh schon einige Jahre auf dem Buckel, ist dafür aber noch gut in Schuss. So wurde der Boden erstmal versiegelt, in der Hoffnung, dass er uns so noch lange erhalten bleibt. Immerhin haben wir ja vor, etwas länger hier wohnen zu bleiben, da ist später noch genug Zeit für eine Umrüstung auf PVC.

Ganz nackig wollte ich das Zimmer nicht lassen. Unsere Bande sollte Möglichkeiten zum Spielen und Klettern und toben und nicht nur einfach ein paar Bettchen und Röhren reingestellt bekommen. Doch wie gestalte ich das alles? Außerdem fällt der Käfig weg, wohin also mit den Hängematten? Was ich mir da so alles hab einfallen lassen, berichte ich Dir aber erst beim nächsten Mal….

Übrigens: Der Wusler mit der bequemen Schlafposition im Titelbild, von der man schon beim Zuschauen Rückenschmerzen bekommt, ist Logan. <3