Frettchenzimmer

Red alias Yondu

Und hier kommt er nun – unser Red! Falls Du Dich jetzt fragst, warum er bei der Frettchenhilfe so hieß? Keine Ahnung. 🙂 Ich glaube, es wurde erwähnt, aber ich kann mich nicht mehr genau erinnern. Oft ist es aber so, dass es Taufpaten für die Tiere gibt, die den Namen des Tieres gegen eine kleine Spende aussuchen dürfen. So wird auch gleich ein Bruchteil der Kosten gedeckt. Vielleicht haben auch Kinder die Namen ausgesucht. Oder man fand es eben einfach passend. Denn Red hatte nämlich noch einen Albinobruder und der hieß White. Ganz egal, denn bei uns sollte er sowieso einen neuen Namen bekommen, natürlich wieder einen aus dem Marveluniversum. Mittlerweile war es für uns aber gar nicht mehr so einfach, einen schönen Namen zu finden. Da unsere Lieblingsfilme immer noch die Teile der Guardians-Trilogie waren, suchten wir dort fieberhaft nach etwas passendem – und entschieden uns bei den Geschwistern für Namen der Charaktere, die manch einer unterschätzt hat. Und aus Red wurde Yondu.

Wie schon gesagt, konnte mein Mann dem kleinen Kerl schon beim ersten Treffen nicht widerstehen. Sehr schnell stand fest, dass er mit uns kommt. Vor allem, weil er meinen Mann viel zu sehr an eines seiner ersten Frettchen erinnert hat: Tyson. Tyson kenne ich nur von Erzählungen. Er war ein aufgeweckter Rüde, der, wenn er etwas wollte, sehr hartnäckig sein konnte, um es zu bekommen. Das eine Mal hat mein Mann das Objekt seiner Begierde (ich glaube, es war eine Tafel Schokolade – die dürfen Frettchen ja nun wirklich nicht) an einen vermeintlich sicheren Ort verstaut. Blöd nur, dass Tyson das ganz genau beobachtet hatte. Er versuchte alles, wäre sogar fast vom Tisch auf den Schrank gesprungen. Das Problem war nur, dass zwischen Tisch und Schrank ein Abstand von über einem Meter war. Und trotzdem hat er schon fast zum Sprung angesetzt, den mein Mann nur geradeso verhindern konnte. Ich weiß selbst, dass man Frettchen nicht unterschätzen sollte, ich habe schon so einiges ungläubig beobachtet. Vielleicht hätte Tyson den Sprung sogar geschafft, auch wenn es sehr unwahrscheinlich gewesen wäre. Waghalsig war es dennoch. Außerdem war Tyson frech wie Oskar. Wenn etwas nicht nach seinem Kopf ging, hat er alle angefaucht und Gäste grundsätzlich mit Schmackes in die Füße gezwickt. Nur nicht meinen Mann. Nur bei ihm, hat das Fellknäuel auch seine andere Seite gezeigt.

Optisch sind sich Yondu und Tyson sehr ähnlich, denn beide sind Albinos. Albinos, mit ihren wunderschönen, hübsch roten Himbeeräuglein und dem hübschen, weißen Fell muss man einfach toll finden… Yondus Charakter unterscheidet sich aber bei weitem von dem von Tyson. Er ist offen und aufgeschlossen gegenüber Vier- und Zweibeinern. In Füße gezwackt hat er noch nie. Auch nicht in Finger oder sonst wohin. Und er würde alles für sein Rudel tun – wie der Yondu aus den Filmen.

Yondu braucht auch immer ein bisschen Aufmerksamkeit, und die holt er sich meist in Schmusesessions ab. Und natürlich revangiert er sich auch und schlabbert Dir als Dankeschön für soviel Bauchkraulen das ganze Gesicht ab. Hat er gerade gefressen und Du stehst zufällig in der Nähe, kommt es nicht selten vor, dass er die Gelegenheit nutzt und sich seine Schnute voller Inbrunst an Deiner Hose oder den Socken abwischt. Und selbst da kann keiner seinem Charme widerstehen. Nur einer war von seinem neuen Mitbewohner nicht von Anfang an überzeugt: Rocket. Mehr dazu erzähle ich Dir in zwei Wochen…


Eine Antwort zu „Red alias Yondu“

  1. Loreen

    NACHTRAG:

    Die Frettchenhilfe hat sich bei mir gemeldet; ich kann Dir jetzt ganz genau sagen, warum Yondu damals Red getauft wurde.
    Im Wurf aus dem er stammt waren gleich mehrere Albinos. Auf den Fotos in den Beiträgen “Frettchenhilfen” und “Wer wird adoptiert?” siehst Du das auch.
    Der Wurf kam in der Frettchenhilfe zur Welt. Damit man die Albinos besser auseinanderhalten konnte, hat man ihnen einfach einen Tupfer Lebensmittelfarbe ins Fell verpasst – und Yondu hatte eben einen roten Tupfer 😉

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