Frettchenzimmer

Dixon – Ein Freund für Austin

Austin war noch jung und Luna lieber für sich, also wollten wir ihm einen Kumpel besorgen. Wir haben uns erstmal mit dem Vermehrer in Verbindung gesetzt, von dem auch Austin stammt und siehe da, es war Nachwuchs im Anmarsch. Für mich war das damals alles ganz neu. Wegen der Allergie meiner Mutter habe ich früher selbst nie Hund oder Katze haben können, ich kannte nur die Fische meines Vaters und hatte später einen Wellensittich; ich wusste also nicht, worauf man zu achten hatte oder welche Kosten da eigentlich anfallen. Nachdem ein paar Nachrichten und Bilder über Facebook ausgetauscht wurden und wir eigentlich den helleren der beiden vorhandenen Rüden nehmen wollten fuhren wir also irgendwann los um unseren neuen Mitbewohner abzuholen – und landeten auf einem Bauernhof. Man führte uns dann über das matschige Gelände hin zu ein paar Käfigen, zeigte uns die anderen Tiere und die Mutter mit den Welpen. Der helle Rüde war allerdings ausgebüchst, was keinen so wirklich interessiert hat, blieb also für uns “nur” das dunklere Kerlchen. Wir bezahlten damals 80€ und eine Packung Katzenfutter. Ich glaube, dass mir das alles damals schon etwas komisch vorkam, denn die Käfige der Tiere waren selbst im Verhältnis zu unserem 3-stöckigen Käfig und der Anzahl der Tiere da ein Witz und man kann wirklich von Glück reden, dass unser kleiner Kerl nicht noch irgendwelche Verhaltensstörungen hatte…

Wir tauften unser neues Familienmitglied auf den Namen Dixon. Dieser war aber eigentlich noch viel zu jung, um von seiner Mutter und seinen Schwestern getrennt zu werden. Er hat gerade mal so in meine Hände gepasst (und die sind nicht sehr groß). Ich weiß es nicht mehr genau, aber ich denke er war vielleicht so 9 Wochen alt. Ich hab es ja schonmal erwähnt, unter 12 Wochen sollten die Tiere eigentlich nicht abgegeben werden. Das ist eine wertvolle Zeit in der die Welpen noch so viel von ihrer Mutter lernen, und diese Zeit sollte man ihnen auf keinen Fall nehmen. Wir wussten es damals leider auch nicht besser. Selbstverständlich war Dixon auch weder gechippt, noch geimpft, noch wurde er dem Tierarzt überhaupt mal vorgestellt. Das war natürlich auch riskant für Austin und Luna, wir hätten uns so auch Krankheiten oder Parasiten nach Hause holen können, aber soweit haben wir damals auch nicht gedacht. Doch wir hatten Glück im Unglück: Er war ein lieber Kerl, kerngesund, hat brav das Klo benutzt und hatte keinerlei Scheu uns gegenüber.

Luna fand unsere Idee mit dem Neuzugang erstmal ziemlich doof und hat uns demonstrativ ein Häufchen vor den Käfig gesetzt. Das beste an allem war aber Austin’s Freude! Er war überglücklich, den kleinen Kerl zu sehen und hat sich ihm sofort angenommen, mit ihm gespielt, ihm alles gezeigt und auch ein Stück weit die Rolle der Mutter übernommen, von der wir Dixon doch viel zu früh weg geholt haben. Vom ersten Tag an waren die beiden unzertrennlich und haben alles zu zweit gemacht.

Wie du dir vielleicht schon denken kannst, waren wir damals Fans der Serie “The walking dead”! Es ist offensichtlich, dass uns einer der Charaktere bei der Namenswahl inspiriert hat: Daryl Dixon. Und unser Dixon hat sich diesen Namen mehr als verdient. Er war unser kleiner, großer Kämpfer, denn mit ca. 5 Jahren erkrankte er an Insulinom. Dixons Geschichte erzähle ich dir im nächsten Beitrag…


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