Frettchenzimmer

Spielzeug und Gefahrenquellen

In ihren Nicht-Schlafphasen sind Frettchen sehr aktiv, entdecken ihre Umgebung immer wieder neu und wollen miteinander toben. Für tolle Fang- und Versteckspiele eignen sich z.B. Absaugschläuche oder Drainagerohre. Beides kann man als Meterware im Baumarkt oder bei gängigen Onlineshops kaufen (kleiner Tipp: nehmt ein Rohr mit etwas größerem Durchmesser). Mit Katzenangeln oder jeglicher Art von Bällen kann man die Tiere auch super zum Spielen auffordern, manche haben sogar ihr Lieblingskuscheltier. Du solltest hier nur immer mal ein Auge auf den Zustand des Spielzeugs werfen. Bei Klapperbällen sorgen meist kleine Kugeln im Inneren für die Geräusche. Die billigen Bälle halten aber oft nicht ewig den spitzen Zähnchen der Tiere stand und können kaputt gehen. Bei Kleinteilen ist natürlich Vorsicht geboten, denn diese können, wenn ein Frettchen sie verschluckt, im schlimmsten Fall zum Darmverschluss führen und tödlich enden. Auch die Naht vom Stofftier kann reißen. Für das Füllmaterial gilt dann das selbe wie für Bälle, kontrolliere also das Spielzeug am besten regelmäßig.

Spaß haben sie auch mit Rascheltunneln, alten Jeanshosen oder einer Rettungsdecke. Ganz hoch im Kurs ist auch der Karton! Ähnlich wie Katzen machen es sich die Fellkinder gerne dadrin gemütlich. Noch ein bisschen was vom Polstermaterial (hier bitte auf Styropor und Plastik verzichten; verschluckbare Kleinteile) mit rein und fertig ist ein toller Allrounder, der zum Spielen und Schlafen einlädt. Ein Bällebad oder eine Kiste, die Du individuell gestalten kannst, finden sie auch toll. Diese kannst Du dann je nach Jahreszeit unterschiedlich befüllen, z.B mit Wasser, Laub oder auch Schnee.

Ein kleiner Kratzbaum kann auch angeboten werden, jedoch solltest Du auch hier die Sicherheitsfrage nicht außer Acht lassen. Frettchen klettern zwar gern, haben aber keine sieben Leben und landen beim Fall auch nicht auf ihren Samtpfötchen. Bietet man Kratzbäume, oder auch einen Kletterparcours an der Wand an, sollte dieser entweder nicht zu hoch, oder mit Barrieren abgesichert sein. Generell lauern auch in der Wohnung viele Gefahren. Auch die noch so kleinste Ritze wird untersucht und so kann ein Spalt zwischen Schrank und Wand zur Falle werden. Putzmittel, Medikamente und Kleinteile sollten außer Reichweite aufbewahrt werden. Und so toll es auch aussieht, aber Pflanzen haben auf dem Boden nichts zu suchen, und zwar nicht nur wegen der tollen Buddelgelegenheit. Bei Pflanzen solltest Du generell auch darauf achten, welche nicht vielleicht sogar giftig für die Bande sein könnten, denn auch ein Fensterbrett ist nicht immer ein unerreichbarer Ort für ein Frettchen.

Zum Schluss klären wir jetzt noch einen großen Mythos auf: „Aber was ist denn mit den Kabeln? Fressen die Frettchen die denn nicht an?“ – Nein! Frettchen sind keine Nager und interessieren sich (in der Regel) nicht dafür! Bei uns hat sich noch nie ein Wusler an den Kabeln vergangen. Aber das ist das gleiche, wie mit der Sicherheit. Denkst du, dein Zimmer ist jetzt frettchensicher, zieht ein Neuling ein und zeigt dir, dass dem (noch) nicht so ist. Etwas mehr Sicherheit ist also nie verkehrt.

Aber… wenn Frettchen keine Kabel fressen, was fressen sie denn dann? Ums Thema Ernährung gehts dann aber beim nächsten Mal…


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